„Sternstunde Mutprobe“ – 20 Jahre Brigitte-Reimann-Literaturhaus

Was: „Sternstunde Mutprobe“ – Gespräch
Wann: Di., 03.12.19, 19 Uhr
Wo: Brigitte-Reimann-Literaturhaus, Gartenstr. 6, 17033 Neubrandenburg
Wieviel: 6 €, erm. 4 €
Anmeldung: 0395/5719180 oder info@literaturzentrum-nb.de

„Du vermutest, dass Ortswechsel, Hauswechsel, Umziehen ein Ersatz für andere Arten von Aktivität ist. Möglich, dass wir beide dasselbe meinen; ich habe es nur mit einem anderen Namen belegt, der freilich etwas nach Winnetou klingt: Mutprobe. Und ein paar Schichten tiefer, versteckt, meinetwegen verdrängt, wie manche anderen Sehnsüchte, schwer artikulierbar: Hoffnung“, schrieb Brigitte Reimann am 29.1.1969 an Christa Wolf.
Die Neubrandenburger Autorin Regina Raderschall hat sich als Gäste für diesen Abend die Initiatorin des Literaturhauses, Heide Hampel, dessen Architektin Sonni Bock und den Künstler Otto Sander Tischbein zu einem Gespräch über Hoffnung, Mut und Scheitern in der Kunst wie im Leben eingeladen.

„Franziska Linkerhand“ – Szenische Lesung in Münster

Cover "Franziska Linkerhand"

Cover „Franziska Linkerhand“

Was: Szenische Lesung „Franziska Linkerhand“
Wann: Sa., 09.11.19, 17 + 19 Uhr
Wo: Haus Rüschhaus, Am Rüschhaus 81, 48161 Münster
Eintritt: 10 €, erm. 5 €

Das Theater Münster und das Center for Literature erkunden einen der größten Romane der DDR-Literatur: „Franziska Linkerhand“ von Brigitte Reimann.
Die Schriftstellerin schrieb den Roman, während sie bereits todkrank war. Sie konnte ihn nicht mehr vollenden. Dennoch wurde er zum Epos einer Generation.
In dem Roman spricht Franziska Linkerhand, Architektin, aus großbürgerlicher Familie, über die Hoffnungen und die harte Realität im real existierenden Sozialismus.
Mit Kathrin Filip, Rose Lohmann, Christian Bo Salle, Sandra Schreiber und Andrea Spicher setzt das Theater Müˆnster unter der Leitung von Barbary Bily und Ronny Scholz den Text in verschiedene Räume im Rüschhaus. Die Gäste wandern durch den Roman, hören seine Vertonung, begegnen mehreren Franziska Linkerhands. Sie begegnen Zweifel und Depression, aber auch einer unbändigen Utopie, die sich in einem wild montierten, leidenschaftlichen Text niederschlägt.

„Franziska Linkerhand“ – Szenische Lesung in Düsseldorf

Cover "Franziska Linkerhand"

Cover „Franziska Linkerhand“

Was: Szenische Lesung „Franziska Linkerhand“
Wann: Mi., 20.11.19, 20 Uhr
Wo: Zentralbibliothek, Lesefenster, Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf
Eintritt: frei

Die renommierten Schauspielerinnen Christiane Lemm und Petra Kuhles präsentieren Auszüge aus dem erfolgreichen Roman von Brigitte Reimann. Die junge ehrgeizige Architektin Franziska Linkerhand, aus bürgerlichem Elternhaus stammend, geht voller Enthusiasmus nach Neustadt am östlichen Rand der DDR, um ihre Ideale von menschenwürdigem Städtebau in dem neu entstehenden Ort zu verwirklichen. Ihr Anspruch gerät in scharfen Konflikt mit den ökonomischen Zwängen, mit ideologischer Verkrustung und der resignativen Haltung ihrer Architekten-Kollegen. Bei seinem Erscheinen 1974 traf der Roman das Lebensgefühl einer ganzen Generation auf beiden Seiten der Mauer und ist noch heute aktuell.

„Die Geschwister“ – Szenische Lesung in Berlin

Was: Premiere Szenische Lesung von „Die Geschwister“ von und mit Inga Bruderek, Ole Eisfeld, Friederike Pöschel und Lutz Wessel
Wann: So., 10.11.19, 20 Uhr
Wo: Theater unterm Dach, Danziger Straße 101, Haus 103, 10405 Berlin
Wieviel: 12 €, erm. 8 €

Ostern 1961. Elisabeth, eine junge Malerin, erfährt, dass ihr über alles geliebter Bruder Ulrich in den Westen fliehen möchte. Ulrich sieht keine Zukunft mehr für sich im Arbeiter-und Bauern Staat, an den er einst geglaubt hatte. Elisabeth ist verzweifelt und fragt sich: Was wird bleiben von ihrer Liebe und ihren gemeinsamen Idealen, wenn jeder in einem anderen Teil Deutschlands lebt? Sie will, sie muss Ulrich aufhalten und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Sie hat noch anderthalb Tage Zeit.
In ihrer 1963 erschienenen Erzählung „Die Geschwister“ verabeitet Brigitte Reimann die menschlichen Konflikte der deutschen Teilung, deren Lösung mit dem Bau der Berliner Mauer in unendliche Ferne zu rücken schien.

Weitere Termine: 15.-17.11.19, jeweils 20 Uhr, im Theaterforum Kreuzberg

Verleihung des Brigitte-Reimann-Kulturpreises im Rahmen der Burger Ballnacht 2019

Was: Verleihung des Brigitte-Reimann-Kulturpreises im Rahmen der Burger Ballnacht 2019
Wann: Fr., 29.11.19, 19 Uhr
Wo: Evangelisches Gemeindehaus, Grünstraße 2, 39288 Burg
Eintritt: 30 €

Im Rahmen der Burger Ballnacht wird der vierte Brigitte-Reimann-Kulturpreis verliehen. Nominiert sind sind der W E I T BLICK e.V., der Heimatverein Burg und Umgebung e.V. sowie das Soziokulturelle Zentrum. Einlass ab 18.30 Uhr beginnt der Einlass. Karten ab 25.09.19 in der Tourist-Info im Bahnhof in Burg erworben werden.

„Unser kurzes Leben“ und „Hunger auf Leben“ – Filmvorführungen in Stockholm

Filmplakat "Unser kurzes Leben"

Filmplakat „Unser kurzes Leben“

Was: Vorführung der Filme „Unser kurzes Leben“ und „Hunger auf Leben“
Wann: Wo: Goethe-Institut Stockholm, Bryggargatan 12A, 111 21 Stockholm
Wieviel: Eintritt frei

16:00 Uhr „Unser kurzes Leben“
(DDR 1981, 113 Min.)
Regie: Lothar Warneke

Die Architektin Franziska Linkerhand geht in die Provinz um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Doch bei ihrer neuen Arbeitsstelle trifft die lebenshungrige junge Frau mit ihren kontroversen Konzepten auf viel Widerstand. Franziska will die Trennung von Wohnen, Arbeit und Freizeit, wie sie in der Vorstadt vorgegeben ist, aufheben; ihr Chef aber nicht. Auseinandersetzungen bleiben unvermeidlich. Brigitte Reimanns Roman „Franziska Linkerhand“ diente 1981 als Filmvorlage des DEFA-Films „Unser kurzes Leben“.

18:00 Uhr „Hunger auf Leben”
(Deutschland 2004, 95 Min.)
Regie: Markus Imboden

Hunger auf Leben ist die Geschichte der DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann. Das Biopic dokumentiert ihr bewegtes Leben, das voller Lebenslust, Schicksalsschlägen, Freiheitskampf und Liebe ist sowie ihre Rolle als Systemärgernis. Während Reimann an ihrem Buch „Franziska Linkerhand“- das unvollendet bleiben wird – arbeitet, erkrankt sie an Brustkrebs und stirbt im Jahre 1973 in Berlin.

Brigitte-Reimann-Spaziergang durch Hoyerswerda

1967, Hoyerswerda, der Wohnkomplex I mit der Gaststätte "Glück auf" (Foto: Archiv Stadtmuseum Hoyerswerda)

1967, Hoyerswerda, der Wohnkomplex I mit der Gaststätte „Glück auf“ (Foto: Archiv Stadtmuseum Hoyerswerda)

Was: Brigitte Reimann-Spaziergang durch Hoyerswerda
Wann: Sa., 26.10.19, 9 Uhr
Wo: Liselotte-Herrmann-Str. 20,
02977 Hoyerswerda
Anmeldung: Tel. 03571/6079305 (Mo.-Fr.) bzw. 03571/42016 oder E-Mail an b.reimann-bg@t-online.de oder hemahoy@t-online.de

Die Schriftstellerin Brigitte Reimann lebte neun Jahre ihres kurzen Lebens in Hoyerswerda. Hier schrieb sie ihre wichtigsten Bücher und arbeitete im Braunkohlenkombinat Schwarze Pumpe. Später wird die Stadt Handlungsort ihres letzten, unvollendeten Romans Franziska Linkerhand werden, die Geschichte einer Architektin, die eine schöne Stadt schaffen will und an geistiger Enge und Mangel an Mut und Material scheitert. Der Kunstverein Hoyerswerda besucht auf seinen Spaziergängen Orte in Neu- und Altstadt, die in den Büchern der Schriftstellerin Brigitte Reimann zu literarischen Orten wurden.

„… von verlorenen Illusionen“ – Lesung in Leipzig

Quelle: von-verlorenen-illusionen.jimdosite.com

Quelle: von-verlorenen-illusionen.jimdosite.com

Was: Lesung „… von verlorenen Illusionen“
Wann: Sa., 26.10.19, 19 Uhr
Wo: Krude Bude, Stannebeinplatz 13, 04347 Leipzig

„von verlorenen Illusionen“ ist der Titel einer Lesereihe in Gedenken an die 1973 verstorbene DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann. Anlässlich des Jubiläums ihres Geburts- und Todesjahres bereist die Schauspielerin Elisa Ueberschär 2018/19 verschiedene Gemeinden in Ostdeutschland, die wesentliche Stationen im Leben der Autorin bildeten. Weiterlesen

„Franziska Linkerhand“ – Theater in Berlin

Cover "Franziska Linkerhand"

Cover „Franziska Linkerhand“

Was: Premiere der Inszenierung von „Franziska Linkerhand“
Wann: Sa., 02.11.19, 19 Uhr
Wo: Deutsches Theater,
Wieviel: 5-48 €

Die kühne, couragierte und kantige Franziska Linkerhand ist eine talentierte und idealistische junge Architektin, als sie sich Anfang der 1960er-Jahre entschließt, ihre vorgezeichneten Lebenspläne über den Haufen zu werfen. Geschieden und unabhängig zieht sie ins provinzielle Neustadt (ein Synonym für Hoyerswerda und die Arbeitersiedlung des Kombinats Schwarze Pumpe), wo sie den Menschen Häuser bauen will, die Würde und Freiheit ausstrahlen. Und sie macht den schwierigen und gebundenen Ben, der ihrem Bruder Wilhelm so ähnelt, zu ihrem Geliebten. Doch sie trifft mit ihren visionären Bauvorhaben auf ein starres System und bei ihrer Liebesutopie Ben auf keinen Widerhall: ihre Wunschvorstellungen scheitern an einer desillusionierenden Realität. Trotzdem bleibt Franziska anarchisch und selbstbehauptend – und ihre Träume leben fort.

Einladung zur Mitgliederversammlung der Brigitte-Reimann-Gesellschaft 2019 in Neubrandenburg

Liebe Mitglieder und Freunde der Brigitte-Reimann-Gesellschaft,

am 8. Oktober 2019 wird unsere Gesellschaft zwanzig Jahre alt. Am Wochenende darauf laden wir Sie recht herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung im Brigitte-Reimann-Literaturhaus, Gartenstr. 6, 17033 Neubrandenburg ein:

12. Oktober 2019
11.00 Uhr
Mitgliederversammlung

15.30 Uhr „20 Jahre Brigitte-Reimann-Gesellschaft“: Rückblick und Ausblick bei Kaffee und Kuchen

19.30 Uhr „Die Geschwister“ von Brigitte Reimann. Lesung von und mit Inga Bruderek, Ole Eisfeld, Friederike Pöschel und Lutz Wessel

Für eine Voranmeldung zur Mitgliederversammlung sind wir dankbar unter
vorstand@brigittereimann.de oder per Telefon 0395-5719180 (Literaturhaus Neubrandenburg). Insbesondere bitten wir um Mitteilung, ob eine Teilnahme am Nachmittagsteil ab 15.30 Uhr beabsichtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Wolfgang Hawel