„‚Dann mach ich hier eben nicht mehr mit‘ – Simone Frost: Schauspielerin mit Charakter“ – Lesung in Neubrandenburg

Filmplakat "Unser kurzes Leben"

Filmplakat „Unser kurzes Leben“

Was: Musikalische Lesung mit Sabine Frost und Christine Wachholz
Wann: Sa., 01.09.18, 19 Uhr
Wo: Brigitte-Reimann-Literaturhaus, Gartenstr. 6, 17033 Neubrandenburg
Wieviel: 6 €, erm. 4 €
Anmeldung: Tel. 0395/5719180 oder info@literaturzentrum-nb.de

Anhand von Tonbandprotokollen, Familienbriefen, Filmsequenzen und Erinnerungen von Zeitzeugen entsteht das Porträt der Schauspielerin Simone Frost (1958-2009), die in den Film „Unser kurzes Leben“ von Lothar Warneke 1981 die Franziska Linkerhand gespielt hat und das moderne weibliche Idealbild verkörperte: wissbegierig, frei, gleichberechtigt, intelligent und einfühlsam zu sein.

Das Programm zum Brigitte-Reimann-Jahr wird gefördert vom Immobilienfonds Ärztehaus An der Marienkirche Neubrandenburg.

„Erster Verlust“ – Filmvorführungen in Mecklenburg-Vorpommern

Cover "Die Frau am Pranger"

Cover „Die Frau am Pranger“

1942 wird der Bauer Heinrich Marten zur Wehrmacht eingezogen. Auf dem Hof bleiben seine Frau Kathrin und seine Schwester Frieda zurück. Da sie die Arbeit alleine nicht bewältigen können, wird ihnen der russische Kriegsgefangene Alexej zugeteilt. Die beiden Frauen müssen den ausgezehrten Häftling allerdings erst wieder auf die Beine bringen. Kathrin und Alexej entwickeln Gefühle füreinander, doch ihre Annäherung ist verhängnisvoll: Als sie sich in einem Schuppen umarmen, werden sie von einem Soldaten beobachtet. Der fliehende Alexej wird von den Nazis gestellt. Frei nach Motiven der Erzählung von Brigitte Reimann „Frau am Pranger“ ist der Film als eine der letzten DEFA-Produktionen 1990 unter dem Titel „Erster Verlust“ in der Regie von Maxim Dessau entstanden. Gezeigt wird der Film als 35mm-Kopie mit alter Projektionstechnik.

Termine
31.08.2018, 19.00 Uhr: Moki in der Schlossbibliothek Güstrow
04.09.2018, 19.00 Uhr: Literaturhaus Rostock
18.09.2018, 19.30 Uhr: Koeppenhaus Greifswald
28.09.2018, 19.00 Uhr: Hans-Fallada-Museum Carwitz
09.10.2018, 18.00 Uhr: „Alte Schmiede“, Rostock
11.10.2018, 14.00 Uhr: Seniorenbüro Poststraße Neubrandenburg
26.10.2018, 19.00 Uhr: Lichtspiele Sassnitz
06.11.2018, 19.00 Uhr: Kulturhaus Kino Brüssow

Weitere Informationen

„Brigitte Reimann, Rebellin mit Leib und Seele“ – Lesung im Rahmen der Landesgartenschau 2018 in Burg bei Magdeburg

Was: Lesung „Brigitte Reimann, Rebellin mit Leib und Seele“ im Rahmen der Landesgartenschau 2018
Wann: Sa., 01.09.18, 14 Uhr
Wo: Gelände der Landesgartenschau, Ihlegärten
Wieviel: Tageskarte LaGa 15 €, erm. 13 €, Kinder (7-17 Jahre) 3 €
Karten: online

Die Burger Schriftstellerin Ursula Maria Djaschi und der Magdeburger Autor und Redakteur Günter Hartmann stellen Texte von und über die Reimann kurzweilig vor, begleitet vom Musiker Matthias Marggraff (Prypjat Syndrome) auf dem E-Cello.

85. Jahre Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann und Maxie Wander – Jubiläum in Chemnitz

Was: Programm zur Ehrung der drei 1933 geborenen Schriftstellerinnen Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann und Maxie Wander
Wann: 24.–26.08.18
Wo: Das TIETZ, Stadtbibliothek Chemnitz, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz
Wieviel: Einzelveranstaltung (Tafelrunde, Performance, Filmpremiere, Stadtrundfahrt) jeweils 5 €, erm. 4 €; Kombikarte für alle 4 Veranstaltungen: 15 €, erm. 14 €
Auskünfte/Anmeldungen: Frauenzentrum Lila Villa, Kaßbergstraße 22, 09112 Chemnitz, Tel.: 0371 302678, lilavilla@onlinehome.de

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„Die Unvollendete“ – Szenische Lesung in Wustrow

Inés Burdow (Quelle: www.ines-burdow.de)

Inés Burdow (Quelle: www.ines-burdow.de)

Was: Die Unvollendete – Szenische Lesung mit Inés Burdow
Wann: Mo., den 20.08.18, 20 Uhr
Wo: Bibliothek im Fischlandhaus, Neue Straße 38, 18347 Wustrow
Kontakt: Tel. 038220-80465

Die Schauspielerin und Schrifstellerin Inés Burdow hat Brigitte Reimann einen Monolog geschrieben. Die Unvollendete sind Variationen einer heutigen Sicht auf die DDR-Schriftstellerin. Ein Entwurf – innerer Monolog, kurz vor ihrem Tod. Gespräche mit einem imaginären Liebhaber. Ben, die literarische Figur aus ihrem unvollendeten Roman Franziska Linkerhand, bei der Reimann eigentlich angelehnt an eine große gescheiterte Liebe, steht hier für ewige Sehnsucht, steht für alle Männer in ihrem Leben und für einen Teil ihres Selbst. Ein Stück über Zweifel und Verzweiflung an „der Sache“, Stasi und Selbstmordgedanken und das Ringen um die Fertigstellung ihres großen Romans Franziska Linkerhand.

„Post vom schwarzen Schaf. Geschwisterbriefe“ – Lesung in Greifswald

Was: Jenny und Carmen-Maja Antoni lesen aus „Post vom schwarzen Schaf. Geschwisterbriefe“
Wann: Do., den 13.09.18, 19.30 Uhr
Wo: Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald
Kontakt: Tel. 03834 – 77 35 10

Brigitte Reimann wollte immer über ihre Geschwister schreiben. Deren Konflikte, Reibungen, Energie schienen ihr symptomatisch für die junge Generation, die sich in den 60er Jahren aufmachte, ihre Ideale umzusetzen. Weil kaum jemand damals Telefon hatte, gingen Briefe zwischen Rostock, Hoyerswerda und Hamburg hin und her: Ermutigungen, Beichten, „Weiberkram“. Besonders mit Lutz, der in den Westen geflohen war, stritt sie erbittert über Politik. Am Ende ihres Lebens, als sie sich ironisch als „schwarzes Schaf“ der Familie sah – kinderlos, krebskrank, der Roman unvollendet –, waren es die Geschwister, die ihr Mut machten. Die Briefe der Brüder und Schwestern fügen sich zu einem deutsch-deutschen Familienroman, in dessen Zentrum eine außergewöhnliche Schriftstellerin steht.

Altstadt-Lesenacht auf der Landesgartenschau 2018 in Burg bei Magdeburg

Was: Altstadt-Lesenacht auf Landesgartenschau 2018 anlässlich des 85. Geburtstags von Brigitte Reimann
Wann: Sa., 21.07.18, 19-19.30 und 20-20.30 Uhr
Wo: Gelände der Landesgartenschau, Ihlegärten, Kirchengarten
Wieviel: Abendkarte LaGa 7 €, erm. 3 €
Karten: online

Mitglieder des Burger Autorenkreises lesen eigene Texte: Lyrik, Kurzprosa, Ausschnitte aus größeren Arbeiten. Ernstes und Heiteres wird zu hören sein. Die Autoren fühlen sich dem Erbe von Brigitte Reimann verpflichtet.

„‚Post vom schwarzen Schaf‘ – Brigitte Reimanns Briefwechsel mit ihren Geschwistern 1960–1972“ – Lesung in Neubrandenburg

Was: Lesung mit David C. Bunners, Sandra Maria Fronterré und Christine Schmidt
Wann: Sa., 21.07.18, 20 Uhr
Wo: Latücht, Große Krauthöfer Str. 16, 17033 Neubrandenburg
Wieviel: 10 €, erm. 8 €
Anmeldung: Tel. 0395/5719180 oder info@literaturzentrum-nb.de

Brigitte Reimann wollte immer über ihre Geschwister schreiben. Deren Konflikte, Reibungen, Energie schienen ihr symptomatisch für die junge Generation, die sich in den 60er Jahren aufmachte, ihre Ideale umzusetzen. Weil kaum jemand damals Telefon hatte, gingen Briefe zwischen Rostock, Hoyerswerda und Hamburg hin und her: Ermutigungen, Beichten, „Weiberkram“. Besonders mit Lutz, der in den Westen geflohen war, stritt sie erbittert über Politik. Am Ende ihres Lebens, als sie sich ironisch als „schwarzes Schaf“ der Familie sah – kinderlos, krebskrank, der Roman unvollendet -, waren es die Geschwister, die ihr Mut machten. Nun fügen sich die unzähligen Briefe der Brüder und Schwestern zu einem deutsch-deutschen Familienroman, in dessen Zentrum eine außergewöhnliche Schriftstellerin steht.

Das Programm zum Brigitte-Reimann-Jahr wird gefördert vom Immobilienfonds Ärztehaus An der Marienkirche Neubrandenburg.

„Die Frau am Pranger“ – Lesung in Hoyerswerda

Was: Lesung „Die Frau am Pranger“
Wann: Fr., 20.07.18, 15 Uhr
Wo:
Brigitte-Reimann-Begegnungsstätte, Brigitte-Reimann-Straße 8, 02977 Hoyerswerda

Irmgard Weinhofen, Berlin, erzählt zum 85. Geburtstag der Schriftstellerin von Entstehung und Erscheinen der ersten Erzählung, die ihr sofort Aufmerksamkeit und Anerkennung brachte. Es wird sowohl ein Bild der damaligen Zeit, als auch der Wirkung des Buches vermittelt.

Neuerscheinung „‚Ich möchte so gern ein Held sein‘ – Der Briefwechsel von Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer“

„Carpe diem, intensiv leben, das muß ihr Wahlspruch sein. Weltoffen wirkt sie, schnell begeistert, risikofreudig; leb­haft und farbig will sie’s gern haben (…) Don’t fence me in! Man spürt, wie leicht sie dem Reiz des Neuen, der Freude am Wagnis erliegt. Ihr Hunger macht sie verletzlich, verführbar.“ So erinnert sich Wolfgang Schreyer fast 40 Jahre später an Brigitte Reimann. Als sie sich Mitte der 1950er Jahre kennenlernen, ist der sechs Jahre ältere bereits literarisch erfolgreich. Fast über 20 Jahre, bis zum frühen Tod Brigitte Reimanns, führen beide einen intensiven, offenen und höchst persönlichen Briefwechsel. Diese Briefe sind daher nicht nur spannendes Zeitzeugnis, sondern ein ebenso anrührendes wie kurzweiliges Portrait zweier Künstlerpersönlichkeiten, die auch als Menschen beeindrucken.

Carsten Gansel/Kristina Stella: „Ich möchte so gern ein Held sein“ – Der Briefwechsel von Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer. 540 S. Berlin: Okapi Verlag. 2018. ISBN: 978-3-9816-0112-1. 26 €.

Homepage von Kristina Stella
Carsten Gansel an der Universität Gießen
Wolfgang Schreyer erinnert sich an Brigitte Reimann [Video]