„Brigitte Reimann – In der Erinnerung sieht alles anders aus“ – Lesung in Neubrandenburg

Was: Heide Hampel stellt den Band Brigitte Reimann – In der Erinnerung sieht alles anders aus vor
Wann: Mi., 16.10.19, 19.30 Uhr
Wo: Hugendubel, Stargarder Str. 13, 17033 Neubrandenburg
Wieviel: 12 €, mit Kundenkarte 8,40 €

Brigitte Reimann zählte zu den Stillen. Bis zu ihrem frühen Tod mit nur 39 Jahren setzte sich die lebenshungrige, leidenschaftliche Schriftstellerin mit der DDR auseinander und erkannte früh die Misere. Mit »Franziska Linkerhand« schuf sie einen bedeutenden Roman der neueren deutschen Literatur – gegen das Dulden von Widrigkeiten. Einprägsame Zitate und Lebensweisheiten aus Briefen, Tagebüchern und dem literarischen Werk vereint dieser bibliophil gestaltete Band. Zu den Texten schuf die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin Anke Feuchtenberger 26 großformatige Bildwerke, in denen sie sich kenntnisreich und tiefgründig mit der Schriftstellerin beschäftigt. Ein faszinierendes Zusammenspiel von Literatur und Bildender Kunst, eine intensive Auseinandersetzung mit dem Lebensthema Erinnerung ist entstanden.

Brigitte Reimann – In der Erinnerung sieht alles anders aus. Hrsg. von Heide Hampel. Illustriert von Anke Feuchtenberger. Berlin: Steffen Verlag 2019, ISBN 3957990785, 70 S., 26 farbige Illustrationen, gebunden, 19,95 €.

„Sei gegrüßt und lebe. Eine Freundschaft in Briefen und Tagebüchern. 1963-1973“ – Lesung in Ueckermünde

Cover der Neuausgabe des Briefwechsels zwischen Brigitte Reimann und Christa Wolf (Aufbau Verlag)

Cover

Was: Lesung aus „Sei gegrüßt und lebe“
Wann: Mi, 16.10.19, 19 Uhr
Wo: Stadtbibliothek, Ueckerstraße 96, 17373 Ueckermünde
Wieviel: 10 €

Christa Wolf und Brigitte Reimann lernten sich auf einer Reise des Schriftstellerverbandes nach Moskau 1963 kennen. Dies war der Beginn einer Freundschaft zweier eigenwilliger, engagierter, kreativer Frauen. In einer Zeit, in der man nicht offen sprechen und schreiben konnte, vertrauten sie sich in ihren Briefen einander an. Sie machten sich Mut, den eigenen Weg zu verfolgen und Konflikte durchzustehen.  Für beide waren es schwierige Jahre, bedrängt durch politische Konflikte und schwere Krankheiten.  Ihre Briefe entfalten ein authentisches Portrait des Alltags in der DDR der 60er und 70er Jahre – voller Schwierigkeiten, Hoffnungen und Illusionen. Eine „Ankunft im Alltag“ zweier großer Schriftstellerinnen.

Brigitte Reimann , Christa Wolf: Sei gegrüßt und lebe. Gebunden mit Schutzumschlag, 269 Seiten. Aufbau Verlag. 978-3-351-03636-2. 21,95 €.

„Sei gegrüßt und lebe. Eine Freundschaft in Briefen und Tagebüchern. 1963-1973“ – Lesung in Augsburg

Cover der Neuausgabe des Briefwechsels zwischen Brigitte Reimann und Christa Wolf (Aufbau Verlag)

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Was: Lesung aus „Sei gegrüßt und lebe“ im Rahmen des Themenwochenendes „30 Jahre Mauerfall“
Wann: Sa, 05.10.19, 18.30 Uhr
Wo: Sensemble Theater, Bergmühlstraße 34, 86153 Augsburg

Der zweite Tag des Themenwochenendes beginnt mit der Lesung »Sei gegrüßt und lebe«. Der Briefwechsel der Schriftstellerinnen Christa Wolf und Brigitte Reimann, gelesen von Ensemblemitgliedern des Staatstheater Augsburg, ist ein einzigartiges und hochsensibles Zeitzeuginnendokument aus dem Leben der beiden Künstlerinnen und gibt Einblicke in krisenhafte Jahre, durchzogen von persönlichen Konflikten, bedrohlichen Erkrankungen und politischen Angriffen.

Brigitte Reimann , Christa Wolf: Sei gegrüßt und lebe. Gebunden mit Schutzumschlag, 269 Seiten. Aufbau Verlag. 978-3-351-03636-2. 21,95 €.

„’Eine Art Kopfsprung ins kalte Wasser …‘ Brigitte Reimann, Siegfried Pitschmann und der Bitterfelder Weg“ – Vortrag in Greifswald

Was: Vortrag „’Eine Art Kopfsprung ins kalte Wasser …‘ Brigitte Reimann, Siegfried Pitschmann und der Bitterfelder Weg“ mit Erika Becker, Leiterin des Brigitte-Reimann-Literaturhauses Neubrandenburg und des Hans-Fallada-Archivs Carwitz
Wann: Do., 10.10.19, 19 Uhr
Wo: Galerie St. Spiritus, Lange Straße 49, 17489 Greifswald
Wieviel: Eintritt frei

Die kulturpolitische Initiative des sogenannten „Bitterfelder Weges“ war seit ihrer Ausrufung 1959 immer wieder den unterschiedlichsten Betrachtungen unterworfen -pathetischen, ironischen oder hämischen. Dennoch hat sie im Leben und Werk vieler DDR-Schriftstellerinnen und Schriftsteller wichtige Spuren hinterlassen. Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann gehörten zu denen, die sich auf dieses Wagnis eingelassen haben und es für ihre literarische Arbeit produktiv machen konnten – und dennoch damit auf politische Widerstände gestoßen sind.

„Die Geschwister“ – Lesung in Neubrandenburg

Was: Lesung von „Die Geschwister“ von und mit Inga Bruderek, Ole Eisfeld, Friederike Pöschel und Lutz Wessel
Wann: Sa., 12.10.19, 19.30 Uhr
Wo: Brigitte-Reimann-Literaturhaus, Gartenstraße 6, 17033 Neubrandenburg
Wieviel: 6 €, erm. 4 €
Anmeldung: Tel. 0395/5719180 oder info@literaturzentrum-nb.de

Ostern 1961. Elisabeth, eine junge Malerin, erfährt, dass ihr über alles geliebter Bruder Ulrich in den Westen fliehen möchte. Ulrich sieht keine Zukunft mehr für sich im Arbeiter-und Bauern Staat, an den er einst geglaubt hatte. Elisabeth ist verzweifelt und fragt sich: Was wird bleiben von ihrer Liebe und ihren gemeinsamen Idealen, wenn jeder in einem anderen Teil Deutschlands lebt? Sie will, sie muss Ulrich aufhalten und dafür ist ihr jedes Mittel recht. Sie hat noch anderthalb Tage Zeit.
In ihrer 1963 erschienenen Erzählung „Die Geschwister“ verabeitet Brigitte Reimann die menschlichen Konflikte der deutschen Teilung, deren Lösung mit dem Bau der Berliner Mauer in unendliche Ferne zu rücken schien.
Nach der Aufführung laden die Künstler zu einem Gespräch mit dem Publikum.

„… von verlorenen Illusionen“ – Lesung in Wernigerode

Quelle: von-verlorenen-illusionen.jimdosite.com

Quelle: von-verlorenen-illusionen.jimdosite.com

Was: Lesung „… von verlorenen Illusionen“
Wann: Di., 27.09.19, 19 Uhr
Wo: Frauenzentrum Wernigerode, Remise, Marktstr. 1, 38855 Wernigerode
Wieviel:
5 €

„von verlorenen Illusionen“ ist der Titel einer Lesereihe in Gedenken an die 1973 verstorbene DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann. Anlässlich des Jubiläums ihres Geburts- und Todesjahres bereist die Schauspielerin Elisa Ueberschär 2018/19 verschiedene Gemeinden in Ostdeutschland, die wesentliche Stationen im Leben der Autorin bildeten. Weiterlesen

„Post vom schwarzen Schaf. Geschwisterbriefe“ – Lesung in Magdeburg

Was: Jenny und Carmen-Maja Antoni lesen aus „Post vom schwarzen Schaf. Geschwisterbriefe“
Wann: So., den 08.09.19, 18 Uhr
Wo: Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 9-10, 39104 Magdeburg

Brigitte Reimann wollte immer über ihre Geschwister schreiben. Deren Konflikte, Reibungen, Energie schienen ihr symptomatisch für die junge Generation, die sich in den 60er Jahren aufmachte, ihre Ideale umzusetzen. Weil kaum jemand damals Telefon hatte, gingen Briefe zwischen Rostock, Hoyerswerda und Hamburg hin und her: Ermutigungen, Beichten, „Weiberkram“. Besonders mit Lutz, der in den Westen geflohen war, stritt sie erbittert über Politik. Am Ende ihres Lebens, als sie sich ironisch als „schwarzes Schaf“ der Familie sah – kinderlos, krebskrank, der Roman unvollendet –, waren es die Geschwister, die ihr Mut machten. Die Briefe der Brüder und Schwestern fügen sich zu einem deutsch-deutschen Familienroman, in dessen Zentrum eine außergewöhnliche Schriftstellerin steht.

Brigitte Reimann: Post vom schwarzen Schaf. Geschwisterbriefe. Berlin: Aufbau Verlag. 416 Seiten. ISBN 978-3-351-03736-9. 24 €.

„… von verlorenen Illusionen“ – Lesung in Cottbus

Quelle: von-verlorenen-illusionen.jimdosite.com

Quelle: von-verlorenen-illusionen.jimdosite.com

Was: Lesung „… von verlorenen Illusionen“
Wann: Mi., 04.09.19, 18 Uhr
Wo: Stadtmuseum Cottbus, Bahnhofstr. 22, 03046 Cottbus

„von verlorenen Illusionen“ ist der Titel einer Lesereihe in Gedenken an die 1973 verstorbene DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann. Anlässlich des Jubiläums ihres Geburts- und Todesjahres bereist die Schauspielerin Elisa Ueberschär 2018/19 verschiedene Gemeinden in Ostdeutschland, die wesentliche Stationen im Leben der Autorin bildeten. Weiterlesen

Brigitte-Reimann-Spaziergang durch Hoyerswerda

1967, Hoyerswerda, der Wohnkomplex I mit der Gaststätte "Glück auf" (Foto: Archiv Stadtmuseum Hoyerswerda)

1967, Hoyerswerda, der Wohnkomplex I mit der Gaststätte „Glück auf“ (Foto: Archiv Stadtmuseum Hoyerswerda)

Was: Brigitte Reimann-Spaziergang durch Hoyerswerda
Wann: Sa., 24.08.19, 10 Uhr
Wo: Liselotte-Herrmann-Str. 20,
02977 Hoyerswerda
Anmeldung: Tel. 03571/6079305 (Mo.-Fr.) bzw. 03571/42016 oder E-Mail an b.reimann-bg@t-online.de oder hemahoy@t-online.de      

Die Schriftstellerin Brigitte Reimann lebte neun Jahre ihres kurzen Lebens in Hoyerswerda. Hier schrieb sie ihre wichtigsten Bücher und arbeitete im Braunkohlenkombinat Schwarze Pumpe. Später wird die Stadt Handlungsort ihres letzten, unvollendeten Romans Franziska Linkerhand werden, die Geschichte einer Architektin, die eine schöne Stadt schaffen will und an geistiger Enge und Mangel an Mut und Material scheitert. Der Kunstverein Hoyerswerda besucht auf seinen Spaziergängen Orte in Neu- und Altstadt, die in den Büchern der Schriftstellerin Brigitte Reimann zu literarischen Orten wurden.

Zum Tod von Prof. Dr. Eva Kaufmann

Prof. Dr. Eva Kaufmann (Foto: Bernd Lasdin)

Prof. Dr. Eva Kaufmann (Foto: Bernd Lasdin)

Am 18.Juli 2019 ist Eva Kaufmann gestorben. Sie war eines unserer aktivsten Mitglieder der Brigitte-Reimann-Gesellschaft (BRG) und von Anfang an dabei, in den mit dem Anschluss der DDR an die Bundesrepublik ausgelösten Debatten über das Bleibende, geschichtlichen Erfahrungen mit intellektuellem Sachverstand klar und unmissverständlich eine Stimme zu geben. Zu ihrem 70.Geburtstag im Jahr 2000 wurde vom Literaturzentrum Neubrandenburg e.V. der Band Aussichtsreiche Randfiguren. Aufsätze mit Radierungen von Nuria Quevedo herausgegeben. Dafür wählte sie ein Gedicht von Brigitte Struzyk als Motto:

Schlucks runter und
Kopf hoch!
Noch ist der Mond
Gespannt auf
Unsere Bahn.

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